{Rezension} Die Schneeschwester – Eine Weihnachtsgeschichte

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Hallo und herzlich Willkommen zu einer weiteren Weihnachtsbuch-Rezension hier auf meinem Blog.

Die Schneeschwester Eine Weihnachtsgeschichte von Maja Lunde sieht man im Moment sehr häufig auf deutschsprachigen Bookstagram-Accounts und genau dadurch bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext war sehr ansprechend und deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Bloggerportal und dem btb Verlag für die Zusendung eines kostenfreies Rezensionsexemplar bedanken.

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Titel: Die Schneeschwester Eine Weihnachtsgeschichte

Autorin: Maja Lunde

Illustratorin: Lisa Aisato

1.Auflage 2018, btb Verlag

ISBN: 978-3-442-75827-2

Inhalt

Normalerweise freut Julian sich immer sehr auf Heilig Abend, ist es doch auch gleichzeitig sein Geburtstag. Aber in diesem Jahr scheint es so, als würde Weihnachten in seiner Familie ausfallen: es gibt noch nicht mal einen Adventskranz und seine Eltern scheinen das überhaupt nicht zu bemerken. Überhaupt haben sie sich seit dem Tod von Julians Schwester Juni sehr verändert und Julian erkennt sie kaum wieder. Eines Tages freundet Julian sich mit dem Mädchen Hedvig an und es scheint, als könnte es doch noch ein Weihnachtsfest für Julian geben.

Meine Meinung

Julians Leben ist seit dem Tod seiner Schwester Juni ziemlich trist und freudlos. Seine Eltern scheinen nur noch Schatten ihrer früheren Selbst zu sein und auch seine kleine Schwester Augusta hat sich verändert. Diese Traurigkeit ist in diesem Buch deutlich spürbar, es haftet den Worten eine gewisse Schwere und Trostlosigkeit an, wodurch wir als Leser erleben, wie sich der Tod eines Familienmitgliedes auf die ganze Familie auswirken kann.

„Und ich denke, an dieses Gesicht hätte ich mich erinnert. Sommersprossig und klein, mit grünen Augen, die irgendwie Licht in die Winterdunkelheit versprühten, einem lächelnden Mund und Schneidezähnen mit einer großen Lücke dazwischen.“
S.12

Doch dann lernt Julian das Mädchen Hedvig kennen und freundet sich mit ihm an. Und plötzlich erscheint sein Leben gar nicht mehr so trost- und farblos, denn Hedvigs Lebensfreude und ihre Vorfreude auf Weihnachten sind einfach nur ansteckend.

„Und während ich mir die Schuhe anzog, spürte ich, dass ich nicht nur gehen würde, ich spürte, dass ich mich wirklich auf etwas freute, und das zum ersten Mal seit langer Zeit.“
S.36

Sie steht somit im krassen Gegenteil zu Julians akuteller Familienlage und dieser Gegensatz wird in diesem Buch sehr schön deutlich und zeigt, dass es trotz Trauer möglich ist, auch Momente des Glücks und der Freude zu erleben. Julians Gefühle wirken in diesem Buch sehr eindringlich und so lachen, leiden und hoffen wir gemeinsam mit Julian.

Erzählt wird uns die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Julian und obwohl er ein erst 9jähriger Junge ist, konnte ich mich gut in seine Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Das lag nicht zuletzt an Maja Lundes wunderbarem Schreibstil. Jedes Wort wirkt wohldurchdacht, ihr Schreibstil ist feinfühlig, zart und an manchen Stellen fast schon poetisch.

„Weihnachtsstimmung ist ein weiches und warmes Gefühl, das in den Zehen kribbelt und das Herz ein klein wenig schneller schlagen lässt, jedoch nicht so schnell, dass es unangenehm ist. Weihnachtsstimmung ist ein Gefühl, durch das du Lust bekommst, die Arme auszubreiten und jemanden neben dir zu umarmen. Weihnachtsstimmung bringt dich zum Singen, zum Lachen und dazu, einen Kloß im Hals zu haben. Alles zugleich. Wenn die Weihnachtsstimmung eine Farbe hätte, wäre sie ein warmes Gelb, obwohl Weihnachten rot ist. Denn die Weihnachtsstimmung flammt in meinem Inneren wie eine Fackel.“
S.86

Untermalt wird die Geschichte von den wunderbaren Illustratoren von Lisa Aisato. Sie fangen die Stimmung der einzelnen Kapitel perfekt ein und sind mal kalt, düster und traurig und mal hell, warm und fröhlich. Auch die Umschlag- und Einbandgestaltung ist wunderschön und rundet den Lesegenuss perfekt ab.

Fazit

Mit Die Schneeschwester Eine Weihnachtsgeschichte ist Maja Lunde eine wunderbar berührende Geschichte gelungen, die einerseits traurig und melancholisch ist, aber andererseits voller Freude und Hoffnung steckt. Es ist eine wunderschöne Geschichte über Trauer, Freude, Hoffnung, Freundschaft und die wahre Bedeutung von Weihnachten, der ich 5 volle Sterne gebe.


Alle Zitate entstammen dem rezensierten Buch, die Rechte dazu liegen bei der Autorin und dem Verlag.


Weitere Rezensionen:

Buchperlenblog

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