{Rezension} The Guinevere Deception

Hallo ihr Lieben und ein frohes neues Jahr!
Ich hoffe ihr seid genau so gut ins neue Jahr gestartet, wie ihr es euch vorgestellt habt. Ich habe wie jedes Jahr den Jahreswechsel bewusst verschlafen. Tatsächlich mache ich mir nicht viel aus Silvester, deshalb verbringe ich den Abend wie einen normalen Freitag- oder Samstagabend auch. Ich koche mir was leckeres, schaue vielleicht einen Film oder ein paar Folgen einer Serie oder ich lese. Und so war es auch am 31.12.2019.

Heute möche ich eins der letzten Bücher, die ich 2019 gelesen habe, rezensieren. Ich habe (für mich) überdurchschnittlich lange für das Buch gebraucht, was aber nicht an der Geschichte selbst lag, sondern daran, dass ich im Dezember wirklich wenig Zeit zum Lesen hatte. Das will ich dieses Jahr definitiv ändern und deshalb bleibt meine Mittagspause (bis auf wenige Ausnahmen) handyfreie Zeit, so dass ich unter der Woche täglich mindestens 45 Minuten Lesezeit habe.

Doch darum sollte es jetzt eigentlich gar nicht gehen. Sondern um das Buch The Guinevere Deception von Kiersten White, das ich in einem Instagram Readalong gelesen habe (was ich euch im übrigen nur empfehlen kann, wenn man die richtigen Leute dabei hat, macht das unglaublich viel Spaß!).

Titel: The Guinevere Deception (Camelot Rising #1)

Autor: Kiersten White

First Edition 2019, Delacorte Press

ISBN: 978-0-525-58167-3

Inhalt

Guinevere ist auf dem Weg nach Camelot um den sagenumwobenen König Arthur zu heiraten. Was niemand weiß, ist, dass sie eigentlich die Tochter des Zauberers Merlin ist und von ihm nach Camelot geschickt wurde, um den König zu schützen. Dafür gibt sie sich als die verstorbene Guinevere aus und muss um jeden Preis verhindern, dass irgendjemand in Camelot herausfindet, dass sie der Magie mächtig ist. Denn die und jeder der ihrer fähig ist, wurden aus Camelot verbannt. Und doch braucht Guinevere jetzt ihre Magie, um den König zu beschützen und die unbekannte Bedrohung, die Merlin gesehen hat, aufzudecken

Meine Lieblingszitate

„Stories are not nails to be driven home.
They are tapestries to be woven.“

Mordred (S.60)

„It is what I believe the most in.
The ability of men to be greater than themselves.“

Arthur (S.74)

„There was a dangerous magic in pretenting.
Pretend long enough, and who could say what was real“?

Guinevere (S.83)

Meine Meinung

Wenn ich als Jugendliche Fantasyromane gelesen habe, war der Protagonist und Held der Geschichte meistens ein Junge. Ich hatte damit nie Probleme, ich konnte mich trotzdem immer gut in den Charakter hineinversetzen. Und trotzdem bin ich froh, dass mittlerweile immer mehr Heldinnen in Fantasyromanen vorzufinden sind. Was vielleicht daran liegt, dass es auch immer mehr Autorinnen in dem Genre gibt. Aber eine der besten (Anti-)Heldinnen hat ein Mann erschaffen: Mia Corvere aus der Nevernight Reihe von Jay Kristoff. Aber ich schweife schon wieder ab. Schließlich soll es hier um The Guinevere Deception gehen und auch hier haben wir wieder eine Protagonistin. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist, dass wir selbst am Ende des Buches gar nicht mal so viel über „Guinevere“ wissen. Wir erfahren weder ihren richtigen Namen noch wissen wir wer eigentlich ihre Mutter ist. Sie selbst scheint auch nicht viel über sich und ihre Vergangenheit zu wissen. Ihre Erinnerungen sind verschwommen und sie hat die Vermutung, dass ihr Vater, der Zauberer Merlin, einen gar nicht mal so kleinen Anteil daran hat.

Ich mochte Guineveres Charakter sehr gerne und ich konnte so gut nachvollziehen, dass sie nicht nur als Arthurs Frau wahrgenommen werden möchte. Sie möchte sich und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und es fällt ihr schwer sich den Regeln des königlichen Hofes unterzuordnen. Sie ist verunsichert, denn das ist so gar nicht die Welt, in der sie aufgewachsen ist. Sie weiß nicht, was von ihr erwartet wird, und die ständige Nähe von Arthurs Neffen Mordred tut ihr übriges, dass sie nicht weiß, wie sie ihre Magie einsetzen kann, ohne, dass sie auffliegt und verbannt wird.

Mordred ist übrigens mein allerliebster Charakter aus dem Buch, ich mochte seine ironische Art und Weise sehr gerne und mit dem, was sich gegen Ende des Buches rausstellt, hätte ich im Leben nicht gerechnet. Kiersten White hat mich als Leser mehr als einmal an der Nase herumgeführt, auch, wenn ich die Lösung einiger Geheimnisse bereits früh geahnt habe. Ich kenne mich ehrlich gesagt kaum aus mit der Arthussage, aber ich habe dieses Retelling als sehr erfrischend und spannend empfunden. Vor allem mochte ich die Frauenpower, die Kiersten White mir hier geboten hat. Zu viel möchte ich hier nicht verraten, nur so viel: Guinevere ist nicht die einzige starke Frauenrolle, die wir hier geschenkt bekommen.

Ich habe eigentlich nur einen einzigen negativen Kritikpunkt an The Guinevere Deception: es hätte alles ein bisschen schneller passieren können, ich habe das Erzähltempo vor allem im Mittelteil als eher gemächlich empfunden, was aber dem gesamten Lesegenuss nicht allzu großen Abbruch getan hat.

Fazit

Charaktere: 5 Sterne
Handlung: 4 Sterne
Schreibstil: 5 Sterne
Worldbuilding: 4 Sterne
Gesamtwertung: 4,5 Sterne

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